Demographie-Strategie

Im Handlungsfeld "Demografische Entwicklung" ist es das Ziel, eine Strategie für den Landkreis zu erarbeiten, um dauerhaft die demografische Entwicklung im Auge zu haben, Synergien zu nutzen und die Attraktivität des Landkreises als Wohn- und Lebensumfeld für alle Generationen zu fördern. 

Hintergrund

Der Landkreis Kitzingen ist aktuell noch nicht  akut vom demographischen Wandel betroffen – die Prognosen sind leicht positiv –, um auf die zukünftigen Auswirkungen vorbereitet zu sein, sind jedoch schon jetzt Maßnahmen zu ergreifen. Eine ältere Bevölkerung mit ihren Anforderungen an einen Lebensstandort trifft auf jüngere Bevölkerungsgruppen, die wiederum andere Ansprüche an ihr Lebensumfeld haben. Diese Herausforderungen werden auf den Landkreis Kitzingen zukommen.

Das Regionalmanagement will in dieser Förderphase mit den verschiedenen Fachbereichen, die sich mit demographischen Prozessen und Entwicklungen beschäftigen, intensiv austauschen und eine Strategie für den lebenswerten generationenfreundlichen Landkreis initiieren. Um langfristig erfolgreich zu sein, sind viele Abstimmungsgespräche zu führen, Daten auszuwerten und Wege/Lösungen für den Landkreis zu eruieren.

Ziele

  • Zusammenbringen relevanter Bereiche den demographischen Wandel betreffend,
  • Erkenntnisgewinn über die Wünsche der älteren Bevölkerung und Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Gruppen,
  • Erfassung der Nahversorgungssituation und ärztlichen Versorgung mit Bedarfsanalyse (verschoben auf 2022), Versorgungsalternativen für unterversorgte Bereiche und Lösungsvorschläge als Entscheidungsgrundlage für die Kommunen, 
  • Sensibilisierung für Themen, wie neue Wohnformen, Barrierefreiheit, Demenz und Pflege
  • Informationssammlung familienrelevanter Angebote zur Attraktivitätssteigerung des Landkreises für junge Familien und qualifizierte Arbeitnehmer, 
  • Förderung der Jugendbeteiligung zur Unterstützung sozialer, gesellschaftlicher und politischer Teilhabe

Maßnahmen, die sich aktuell in der Umsetzung und Planung befinden

Netzwerk Demographie

Das Regionalmanagement hat eine Arbeitsgruppe („Think Tank“) initiiert. Beteiligt sind die Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement und Seniorenfragen, die Koordinierungsstellen Familienbildung und Pflegestützpunkt, das Jugendamt, der Kreisjugendring, die Abteilung Soziales und Familie sowie die Kreisfachberatung für Landespflege und Gartrenbau und das Bauamt. Ferner einige Allianzmanager.

In der Arbeitsgruppe sollen Projekte anderer Regionen diskutiert werden sowie Maßnahmen für den Landkreis erarbeitet werden. Weiter soll mit Vorträgen für die Bedetuung des Themas sensibilisiert werden.

Aktuell:

  1. Organisation regelmäßiger Austauschtreffen
  2. Beauftragung einer statistischen Erhebung zur Wanderungsbewegung
  3. Erstellung einer Abfrage für die Kommunen
  4. Planung von Veranstaltungen zum Thema "Innenentwicklung"

Repräsentative Bürgerbefragung 60+

Gemeinsam mit der Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement und Seniorenfragen wird eine repräsentative Bürgerbefragung 60+ erarbeitetet. 


Basierend auf einem differenzierten Bild des Alterns werden unterschiedliche Bereiche, die sowohl den Potenzialen und Ressourcen als auch den Hilfe- und Unterstützungsbedarfen älterer Menschen gerecht werden, in den Fokus genommen, z.B. Betreuung, Integrierte Orts- und Entwicklungsplanung, Wohnen zu Hause, Bürgerschaftliches Engagement, Digitalisierung.

Ziel ist es, ein realitätsgetreues Bild der Lebensverhältnisse der Menschen ab 60+ im Landkreis Kitzingen zu erhalten, um eventuell vorhandene Problemlagen sichtbar machen zu können. Hierfür eignet sich eine Befragung der betreffenden Population. Dabei ist es von wesentlicher Bedeutung, dass sich aus der Befragung repräsentative Ergebnisse ergeben, die auf die Gesamtheit der Senioren im Landkreis Kitzingen übertragbar sind. Durch die Übertragbarkeit kann beispielsweise ein Mehrwert für die Fortschreibung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts erzielt und dieses somit effektiv unterstützt werden. Zudem können weitere Fragen hinsichtlich der zukünftigen Ausrichtung des Pflegestützpunktes aufgenommen werden, sodass man hier zukunftsorientiert Angebote, beispielsweise bei „Alternativen Wohnformen“ schaffen kann. 

Aufgabenverteilung: Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement und Seniorenfragen (Projektleitung), Regionalmanagement (Projektbegleitung)

Barrierefreiheit – erste Schritte

Die Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement und Seniorenfragen hat 2020 einen Wegweiser für Menschen mit Behinderung herausgebracht. In diesem werden vorwiegend Beratungseinrichtungen und Wohnangebote aufgelistet. Es gibt aktuell keine weiteren Informationen zur Barrierefreiheit von Gebäuden wie Gastronomiebetrieben, Touristinformationen, Museen und Rathäusern.

Mit der Überlegung für die Bürgerbefragung 60+ ist auch die Projekteidee angestoßen worden, die Zugänglichkeit öffentlicher Einrichtungen erfassen zu lassen und transparent verortend darzustellen. Dadurch soll auch ein Prozess der Sensibilisierung bei den Kommunen angestoßen werden.

Neben der Information der Zugänglichkeit für die unterschiedlichsten Gruppen (geh- und sehbehindert, Kinderwagen etc.) und deren Veröffentlichung in einem Wegweiser, können auch Best-Practice-Beispiele im Landkreis besonders herausgestellt werden.

Ein erster Schritt ist die Initiierung einer Arbeitsgruppe mit interessierten Beteiligten (z.B. Behindertenakteuren) zum gemeinsamen Austausch und zur Ideenfindung von zukünftigen Projekten. U.a. kann hier das Vorgehen für einen barrierefreien Wegweiser abgestimmt werden, also welche Objekte erfasst werden sollen, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um die Thematik gemeinsam mit den Kommunen anzugehen und welche Dimension das Projekt haben soll. 

Aktuell:

  • Planung eines Akteurstreffens
     

 Aufgabenverteilung: Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement und Seniorenfragen (Projektleitung), Regionalmanagement (Projektmoderation), Koordinierungsstelle Pflegestützpunkt, Koordinierungsstelle Familienbildung, Jugendamt, Abteilung Soziales und Familie (Projektpartner)

Informationsplattform für Familien

Die Koordinierungsstelle für Familienbildung erarbeitet mit dem Regionalmanagement und weiteren Partnern ein Konzept für eine Website/APP zur Präsentation familiengerechter Angebote verschiedenster Lebensbereiche für Familien.

Bei der Aufbereitung der Informationen wird auf die Wünsche der Familieninterviews (2019) zurückgegriffen. Die Themen Barrierefreiheit, Nahversorgung, Mobilität spielen hier ebenso eine Rolle, wie Veranstaltungen, Spielplätze, Schwimmbäder oder auch Wanderwege. 

Aktuell:

  • Beauftagung eines Anbieters
  • Konzepttreffen zur Abstimmung der Inhalte
  • Veröffentlichung geplant für Ende Herbst 2021
     

Aufgabenverteilung: Koordinierungsstelle Familienbildung und Jugendamt (Projektleitung), Regionalmanagement (Projektbegleitung)

Zukunftsperspektiven für Jugendliche - gesellschaftliche Teilhabe

Gemeinsam mit Partnern – Bildungsmanagern, dem Kreisjugendring und den Jugendpflegern – werden in einem ersten Schritt Abstimmungsgespräche zum weiteren Vorgehen bei der Förderung für ein Mehr an Jugendbeteiligung stattfinden und eine Strategie erarbeitet. Dabei werden die Wünsche der Jugendlichen aus dem letzten Jugendkreistag (2019) nach Bürgerschaftlichem Engagement und Teilhabe in den Fokus genommen.

Ein Erfahrungsaustausch mit anderen Regionen („Best Practice“- Regionen), die sich schon länger mit der Thematik auseinandersetzen, in Form eines Workshops oder Vortrags, soll Impulse setzen, wie im Landkreis vorgegangen werden soll und welche Methoden sich eignen, um die Jugendlichen zu erreichen. Auf dieser Basis werden dann konkrete Maßnahmen, wie eine Jugendbefragung, folgen.

Aktuell:

  • Planung und Durchführung der Jugendbundestagwahl durch den KJR
     

Aufgabenverteilung: Kreisjugendring (Projektleitung), Regionalmanagement (Projektmoderation) Bildungsbüro (Projektpartner)

Das Regionalmanagement des Landkreises Kitzingen wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie 

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